Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoiden sind Gefäßpolster, die sich unter der Enddarmschleimhaut befinden und zum Verschluss des Afters beitragen. Wenn umgangssprachlich von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind damit vergrößerte oder nach außen getretene Hämorrhoiden gemeint, die Beschwerden wie Blutungen, Juckreiz oder Stuhlinkontinenz verursachen.

Symptome

Typische Beschwerden sind Blutungen, Juckreiz, Druckgefühl und in fortgeschrittenen Situationen Inkontinenz für Stuhl und Darmwinde.

Diagnostik

Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Enddarmerkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können. Daher ist immer eine Spiegelung des Enddarmes (Proktoskopie) durchzuführen. Hierdurch kann auch eine Zuordnung des Schweregrades des Hämorrhoidalleidens durchgeführt werden.

Höher im Darm lokalisierte Blutungsquellen können durch eine Darmspiegelung (Koloskopie) ausgeschlossen werden.

Behandlung

In frühen Stadien kann durch Umstellung auf ballaststoffreiche Ernährung, durch richtige Hygiene und evtl. die Anwendung von Hämorrhoidalsalben oder –zäpfchen eine auseichende Besserung erzielt werden.

Hämorrhoidalknoten mittlerer Ausprägung werden durch Verödungsmaßnahmen ambulant behandelt. Verbreitet ist die Anlage von Gummibandligaturen oder die Injektion verödend wirkender Medikamente.

Im fortgeschrittenen Stadium wird die operative Entfernung der Hämorrhoiden notwendig.